Nachberichte zu unseren Veranstaltungen

Zu Besuch im Naturfreundehaus Lemberg

Unsere Wanderung auf dem Kulturlandschaftspfad Gnadental führte uns Anfang Juni zum Naturfreundehaus Lemberg. Dabei mussten wir feststellen, dass die vom Wanderleiter angekündigte hügelige Wegführung keineswegs übertrieben war. Die Anstiege wurden jedoch mit schönen Ausblicken und abwechslungsreichen Landschaften belohnt.

Im Naturfreundehaus Lemberg angekommen, stand die gemeinsame Einkehr im Mittelpunkt. Bei gutem Essen und vielen Gesprächen konnten wir den Wandertag in geselliger Runde ausklingen lassen.

Riderfestival am Himmelfahrtswochenende

Zum ersten Mal waren wir beim Riderfestival der Naturfreunde in Beerfelden mit dabei. Trotz Regen an den ersten beiden Tagen war die Stimmung gut. Es wurden viele Kurse angeboten, um seine Bike-Skills auszubauen. Unser Highlight war jedoch die Tagesausfahrt am Samstag, bei der wir uns die Enduro-Strecken des Bikeländs Ebersbach angeschaut haben. Gerne mehr davon nächstes Jahr!

Wanderung zur Gallengrotte

Mit insgesamt 19 Personen (11 Erwachsenen und 9 Kindern) waren wir am 9. Mai unterwegs am Ebnisee und an der Gallengrotte. Die Naturparkführerin Petra Klinger erzählte uns viel über alles, was am Wegrand wuchs, und hatte einige interessante Geschichten parat.

Das Erste, was uns am Ebnisee auffiel, waren die vielen Enten- und Blesshuhn-Mamas, die mit ihren kleinen Küken unterwegs waren. Besonders die Kinder waren begeistert und konnten sich nicht losreißen.

 Der Weg zur Gallengrotte war dann ein besonderes Erlebnis: teils matschig und immer recht unwegsam durch große Wurzeln, kleine Bäche, steile Hänge und herumliegende Bäume und Felsen, die zum Klettern einluden. Die Grotte selbst wurde dann ausgiebig inspiziert.

 Der Name „Gallengrotte“ soll von einer damals unmöglichen Liebschaft zwischen einer einheimischen jungen Frau und einem Römer namens Gallius herrühren.

Den Abschluss bildete dann die Einkehr in Rader`s Waldschänke am Ebnisee. Wir konnten uns mit Pommes, Würstchen, Kuchen etc. satt essen und uns am Ende noch ein Eis gönnen. Das alles kostenfrei, da uns der Verein „Herzenssache hilft Kindern“ mit einer großzügigen Spende bedachte. Vielen Dank!

„Sprechen und zuhören” Wie geht es mir mit der Wiedereinführung der Wehrpflicht?

Am 28. April fand in der Zukunftswerkstatt Rückenwind das Dialogforum „Sprechen und Zuhören“ zum Thema Wiedereinführung der Wehrpflicht statt. Organisiert wurde die Veranstaltung gemeinsam mit der Initiative für Demokratie und Menschenrechte sowie der Zukunftswerkstatt Rückenwind.

Im Mittelpunkt stand die Frage: „Wie geht es mir mit der Wiedereinführung der Wehrpflicht?“ Die Rückmeldungen der Teilnehmenden waren durchweg positiv. Besonders hervorgehoben wurde die Methodik des Formats, die dabei helfe, andere Perspektiven besser zu verstehen und zum Nachdenken anzuregen. Durch das bewusste Zuhören und den respektvollen Austausch entstand eine offene Gesprächsatmosphäre.

Spannend war vor allem, dass Menschen unterschiedlicher Generationen miteinander ins Gespräch kamen. So diskutierten ältere Menschen, die Krieg und dessen Folgen noch aus ihrem eigenen Lebenslauf kennen und militärische Stärke als notwendig ansehen, um Frieden zu sichern, mit jungen Menschen, die selbst unmittelbar von einer möglichen Wiedereinführung der Wehrpflicht betroffen wären.

 

Das Dialogforum zeigte, wie wichtig Räume für respektvolle Gespräche über gesellschaftliche und politische Fragen sind.

Familiengruppenaktion Lagerbau

Bei unserer Lagerbau-Aktion, am 19.04.2026 rund um das Naturfreundehaus Sechselberg wurde gemeinsam gebaut, gespielt und ausprobiert. Mit Seilen und verschiedenen Knotentechniken entstanden kreative Konstruktionen.

 

Neben dem Bauen standen Teamarbeit und gemeinsames Erleben im Mittelpunkt. Ergänzt wurde das Programm durch Spiele, die für Bewegung und Spaß sorgten.

15 Jahre Fukushima und 40 Jahre Tschernobyl – Atomgefahren und Gesundheitsrisiken

Am 16. April haben wir gemeinsam mit der AWO und dem NABU zu einer Veranstaltung anlässlich der Reaktorkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima eingeladen.

Unter dem Titel „40 Jahre Tschernobyl, 15 Jahre Fukushima – Atomgefahren und Gesundheitsrisiken: damals – heute – morgen“ referierte Dr. med. Jörg Schmid. Der Stuttgarter Arzt, der unter anderem bei den „Ärzt*innen zur Verhütung des Atomkrieges“ (IPPNW) engagiert ist, beleuchtete die Ereignisse der beiden Katastrophen sowie deren gesundheitliche Folgen, die bis in die Gegenwart reichen.

Darüber hinaus ging er auf aktuelle Risiken ein, etwa im Zusammenhang mit Atomkraftwerken in Konflikt- und Kriegsgebieten. Im Anschluss bot sich Raum für Fragen und Austausch.

 

Die Veranstaltung hat gezeigt, dass die Auseinandersetzung mit den Gefahren der Atomenergie auch heute nichts an Aktualität verloren hat.

Kräuterwanderung rund um das Naturfreundehaus

Bei unserer Kräuterwanderung rund um das Naturfreundehaus Sechselberg konnten wir gemeinsam mit der Naturparkführerin Anna Benzler heimische Kräuter entdecken und mehr über deren Verwendung erfahren.

Am Waldrand und auf den umliegenden Wiesen lernten wir verschiedene Pflanzen kennen, sammelten ausgewählte Kräuter und erfuhren Wissenswertes über ihre Eigenschaften.

Zum Abschluss wurden die gesammelten Kräuter gemeinsam verarbeitet und probiert.

Viele Teilnehmende nutzten im Anschluss die Gelegenheit, noch gemeinsam im Naturfreundehaus zu Mittag zu essen und den Vormittag in geselliger Runde ausklingen zu lassen.

 

Die Kräuterwanderung war zugleich die erste Veranstaltung unserer Familiengruppe, die durch die Initiative „Herzenssache“ gefördert wird.

Unterwegs auf dem Natura Trail „Jusi und Ermstal

Zum Auftakt der Wandersaison, am 21.03.2026 waren wir auf dem Natura Trail „Jusi und Ermstal“ bei Metzingen unterwegs. Die Tour führte uns durch abwechslungsreiche Landschaften und bot eine schöne Gelegenheit, gemeinsam Natur zu erleben.

Ein besonderer Zwischenstopp war der Besuch im Naturfreundehaus Waldheim in Dettingen, wo wir herzlich empfangen und gut verköstigt wurden. Während draußen der Regen einsetzte, konnten wir im Trockenen eine gemütliche Pause einlegen.

Auf den letzten Metern in Richtung Falkenberg-Haus erwischte uns der Regen dann doch noch, sodass wir die Wanderung mit einem nassen Abschluss beendeten. Beim gemeinsamen Ausklang mit Wurstsalat und einem Getränk konnten wir uns jedoch wieder aufwärmen.

 

Insgesamt war es eine gelungene erste Wanderung des Jahres.

„Reden wir darüber! Wie der extremen Rechten im kommunalen Alltag begegnen?

Rund 50 Interessierte folgten der Einladung der AWO und der NaturFreunde Backnang zur Info- und Diskussionsveranstaltung über den Umgang mit der extremen Rechten in der Kommunalpolitik. Die Politikwissenschaftlerin Anika Taschke zeigte in ihrem Vortrag auf, wie rechtsextreme Strategien wirken und warum die Übernahme rechter Narrative demokratische Kräfte nicht stärkt, sondern extremen Parteien nutzt.

Im Anschluss diskutierten Landtagskandidat*innen demokratischer Parteien regionale Herausforderungen und politische Strategien. Durch die Podiumsdiskussion führte Christoph Reuter, Verbandsreferent der AWO Württemberg.

Am Ende stand ein gemeinsames Fazit: Demokratie braucht Haltung. In den Parlamenten, auf der Straße und im Alltag.

Jetzt ist die Zeit, sich einzumischen, Verantwortung zu übernehmen und klare Kante gegen Rechts zu zeigen

 

Bericht zur Jahreshauptversammlung 2022

 

 

 

 

Der Krieg in der Ukraine – Ursachen und Perspektiven

Bericht zum Vortrag am 21. Juli 2022

 

Auf Einladung der Backnanger Naturfreunde, der AWO und der Friedensinitiative Backnang hielt Jürgen Wagner vom Institut für Militarisierung in Tübingen einen Vortrag zum Krieg Russlands gegen die Ukraine, die westliche Rolle und die Sackgasse Aufrüstung.

 

Der Referent führte zu Beginn aus, dass der russische Angriff auf die Ukraine mit nichts zu rechtfertigen ist – auch nicht damit, dass die NATO durch ihre jahrzehntelange Expansionspolitik eine Mitschuld an der jetzigen Eskalation zukommt. Die Analyse der Vorgeschichte des Konfliktes ist dennoch wesentlich, um zu einer kritischen Einschätzung über die aktuellen westlichen Reaktionen auf den russischen Einmarsch und zu möglichen friedenspolitischen Alternativen zu gelangen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der russische Krieg verurteilt wird, aber auch die westliche Aufrüstungspolitik kritisch betrachtet wird.

Im ersten Teil seiner Ausführungen ging Wagner ausführlich auf die westliche Politik der NATO-Osterweiterung ein, die nach Einschätzung Russlands ein Überschreiten gegebener Zusagen bedeutete. In diesem Zusammenhang  gehört auch die Stationierung von Angriffswaffen an der russischen Grenze, und das Aufrüsten Staaten an der Ostgrenze Russlands, das als Bedrohung empfunden wurde.  Dennoch stellte er klar, dass die von Russland genannten Kriegsbegründungen – Verhinderung eines Völkermordes an der russischen Bevölkerung in der Ostukraine, sowie die Notwendigkeit einer Entnazifizierung und einer Entmilitarisierung der Ukraine – weder vollumfänglich richtig sind, noch einen russischen Angriffskrieg rechtfertigen.

 

Wagner vermisst derzeit den Willen beider Seiten an einer Verhandlungslösung. Aus seiner Sicht könnten folgende vier Punkte Grundlage der Gespräche von westlicher Seite sein: wenn möglich eine Rückkehr zum Minsker Abkommen, Zusicherung der russischen Seite für eine Integrität der Ukraine, eine Neutralität der Ukraine und ein Moratorium zur Stationierung von Kurz- und Mittelstreckenraketen beiderseits der Grenzen. Wagner sieht in der Friedensbewegung die Aufgabe, für eine Verhandlungslösung zu werben.

 

 

Dem Vortrag schloss sich eine lebhafte Diskussion an, und es kam der Wunsch zum Ausdruck, weitere Informationsveranstaltungen auch zu diesem Thema durchzuführen.

Gewässerexkursion für Kinder im Juli 2020

Aus unserem Familienprogramm

 

Am Samstagmittag, den 11.07.2020 in Welzheim. Die Lein schlängelt sich ruhig am Ortsrand vorbei. Kinderlachen schallt aus dem Wald. Die Familiengruppe der Naturfreunde ist auf Gewässerexkursion, und in dem knöchelhohen Wasser gibt es viel zu entdecken. Der Fischnachwuchs landet als erstes im Kescher, ein paar junge Regenbogenforellen. Unter den Steinen im Bachbett finden sich Larven von Köcher- und Eintagsfliegen, Fadenwürmer und Flohkrebse. Ein schrilles „Ihh“ entfährt den Kindern, als Tim Schopf – Leiter der Familiengruppe – einen Blutegel zeigt und über die Lebensweise dieses Tieres erzählt.

 

An einer anderen Stelle hat sich die Lein tief in den Boden gegraben. Die kleinen Gummistiefel bleiben im tiefen Matsch stecken und laufen voll mit Wasser. Der Hosenboden ist längst nass vom tiefen Hinunterbeugen an die Wasseroberfläche. Die Kinder lassen sich davon nicht beeindrucken. Auch ein vollständiger Sturz in das knapp über 15°C kalte Wasser bringt einen fünfjährigen Jungen nur für wenige Sekunden aus dem Rhythmus. Gleich geht es weiter mit der Betrachtung der Wasseranalyse. Die Wasserwerte sind wenig auffällig, ein hoher Nitratwert in unseren Gewässern eher die Regel als die Ausnahme. Die Kinder interessiert das nur am Rand, sie sind direkt schon wieder mit den Keschern am Wasser.